Das Kino International: Tradition in besonderer Atmosphäre

Handbemalte Filmplakate, champagnerfarbene Pailletten, große Kristallleuchter und ein Foyer mit Panaromablick – im Kino International gaben die Funktionäre der DDR alles. Auf der Berliner Karl-Marx-Allee, genau in der Mitte zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz, stach das Premierenkino der DDR nicht nur durch sein Inneres hervor. Mit seiner leichten und luftigen Architektur unterscheidet sich der frei stehende, dreigeschossige Stahlbetonbau bis heute deutlich von den hier vorherrschenden Stalinbauten. Als Zeugnis der architektonischen Moderne steht das Kino, das nach den Entwürfen von Josef Kaiser erbaut wurde, unter Denkmalschutz. Dank der sensiblen Sanierung werden die Besucher auch heute noch von der geschichtsträchtigen Atmosphäre eingehüllt.

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Quelle: Daniel Horn / Yorck Kinogruppe

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Kunst nach 1945: Eine Sekunde Freiheit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges knüpften die Künstler, die in der russisch besetzten Zone lebten und arbeiteten, zunächst an die klassische Moderne an. Die im Dritten Reich als entartete Kunst diffamierten Strömungen wie Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Dadaismus oder Avantgarde erfuhren eine kurzzeitige Wiederbelebung. Neben den zurückkehrenden Exilliteraten Bert Brecht, Anna Seghers und Arnold Zweig sowie dem Philosophen Ernst Bloch wurde vor allem der ehemalige Expressionist Johannes R. Becher schnell zur zentralen Figur des Kulturgeschehens.

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Quelle: HG Esch

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