Wie die Karl-Marx-Allee ihr einziges Hotel verlor (man es aber nicht sieht)

Manche Leute haben das Glück, ein Apartment im Zentrum Berlins zu gewinnen. Andere müssen sich ein Hotelzimmer mieten, wenn sie Berlin besuchen möchten. Aber wenn Sie jemals versucht haben, ein Hotel am Strausberger Platz oder in der Karl-Marx-Allee zu finden, dann stellten sie vermutlich fest: Es gibt keins. Zumindest nicht, wenn Sie es nach 1995 versucht haben. Bis 1995 gab es das berühmte Hotel Berolina, direkt hinter dem Kino International. Leider teilte auch dieses Hotel das Schicksal vieler anderer DDR-Gebäude.

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Der erste Teil der Karl-Marx-Allee in voller Pracht: Kino International, Hotel Berolina, Café Moskau und Mokka-Milch-und Eis-Bar. Quelle: Bundearchiv

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Auf die Plätze, fertig, los! – Sport in der ehemaligen DDR

Olympia und Sport gehört wahrscheinlich zu den Dingen, die die meisten Bundesbürger 25 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht unbedingt mit der DDR verbinden würden. Dabei galt die Strahlkraft sportlicher Erfolge in der DDR als ein wichtiges Instrument, um sich positiv vom Westen abzugrenzen. Allerdings wurden nur gewisse Sportarten durch die DDR-Führung gefördert. Die DDR-Funktionäre wägten genau ab, inwiefern eine Sportart den größten Nutzen für die Außendarstellung des Landes bot. Besonders geförderte Sportarten in der DDR waren unter anderem Leichtathletik, Radfahren, Rudern und Rodeln. Der sportliche Erfolg gab der DDR-Führung recht: Von 1968 bis 1989 gewannen die ostdeutschen Olympioniken 192 Goldmedaillen, während die Teilnehmer der Bundesrepublik Deutschland im gleichen Zeitraum 67 Goldmedaillen gewann. Trotz des internationalen Erfolgs der DDR-Sportler hatte gerade das Thema Spitzensport mit dem Einsatz von Dopingmitteln jedoch auch eine Schattenseite.

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Sport in der DDR. Quelle: dpa

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Berlins wilde Seite

Es war eine laue Sommernacht, als ich mit meinem Fahrrad von Unter den Linden in Richtung Alexanderplatz fuhr. Es waren kaum Autos unterwegs, sodass ich die Straße fast für mich allein hatte. So konnte ich die freie Sicht auf die beeindruckenden Gebäude links und rechts des wunderschönen Boulevards – neben der Karl-Marx-Straße natürlich – genießen. Und dann sah ich es, wie es direkt vor mir die Straße überquerte. Zuerst dachte ich, es sei eine Katze, was mich überraschte, da ich bis dato kaum Katzen in Berlin gesehen hatte. Sollte es ein Hund sein, der nachts allein durch die Straßen stromerte? Nein, ein Hund hatte keinen solchen großen, buschigen, roten Schwanz mit einer weißen Spitze. Das musste ein Fuchs sein!

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Ein Fuchs auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt. Quelle: Ufuk Ucta
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