Der Zuckerbäckerstil: Von Moskau in die ganze Welt

Die Bebauung rund um den Strausberger Platz in Berlin ist ein eindrucksvolles Beispiel der DDR-Baukunst aus den 1950er Jahren. Der sogenannte Zuckerbäckerstil ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und steht weltweit für sozialistisch geprägte Architektur. Auch wenn die Gebäude am Strausberger Platz in ihrer Form und Anordnung einzigartig sind – auf der ganzen Welt finden sich weitere Beispiele, die zeigen, dass die Ausbreitung des Baustils, der auch Sozialistischer Klassizismus genannt wurde, nicht an Ländergrenzen gebunden war.

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Strausberger Platz in Berlin, Quelle: HG Esch

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Alexanderplatz – hätten Sie‘s gewusst?

Der Alexanderplatz ist womöglich der seltsamste Platz in ganz Europa. Er ist weltberühmt und ein Muss für jeden Berlin-Besucher. Warum? Gute Frage. Schließlich ist der „Alex“ weder architektonisch interessant noch sonderlich malerisch, sondern bloß eine riesige freie Fläche mit nicht besonders tollen Gebäuden, in denen sich Allerweltsgeschäfte befinden. Ach ja, und dann ragt da noch dieser Betonturm in den Himmel. Vielleicht ist er auch einfach nur der enttäuschendste Platz in ganz Europa. Aber in der Valentinswoche möchte ich ihm trotz allem ein bisschen Liebe schenken und ein paar weniger bekannte Fakten in den Vordergrund rücken.

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Alexanderplatz heute. Bildquelle: john_coffee/ photocase.de

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Verbotene Genüsse

Man kann sich das kaum vorstellen: ein Land ohne Pizza. Keine Margherita, keine Calzone, keine Quattro Formaggi. Als in der BRD die ersten Pizzerien aufmachten, war die Delikatesse aus dem kapitalistischen Süden in der DDR ebenso verpönt wie Hamburger und Hot Dogs. Wer Appetit auf Fastfood hatte, musste mit Currywurst vorliebnehmen. Freilich unterschätzte die DDR-Führung die unaufhaltsame Macht der Pizza, die letztlich doch die innerdeutsche Grenze überwand.

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Die erste Pizzeria der BRD. Bildquelle: mainpost.de

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