27 Jahre Deutsche Einheit – Diese Unterschiede existieren noch

Der Mauerfall im November 1989 ebnete den Weg für die Deutsche Einheit ein knappes Jahr später. Damals waren die Unterschiede zwischen den beiden Staaten deutlich zu sehen und zu spüren. Mittlerweile sind 27 Jahre vergangen. Ost und West sind wieder spürbar zusammengewachsen.

Doch trotzdem gibt es Dinge, in denen die unsichtbare Grenze zu erkennen ist. Heute zeigen wir Ihnen, wo diese Grenze noch heute verläuft.
Ost West Berlin

Wahlverhalten: Kommunismus light

Die DDR war ein sozialistischer Staat und diese politische Idee ist über die Jahrzehnte, die die DDR existierte, mit großen Teilen der Bevölkerung verwachsen. Diese Einstellung zeigt sich seit Jahren immer wieder bei verschiedenen Wahlen.

Auch dieses Jahr bei der Bundestagswahl ist dieser Unterschied zwischen West und Ost zu erkennen gewesen. Der Stimmenanteil, den die Partei „Die Linke“ erhielt, ist deutlich höher in den Gebieten der ehemaligen DDR. Dies liegt daran, dass die Partei ideologisch, wie der Name schon sagt, Links und damit eher den sozialistischen Idealen zuzuordnen ist. Schließlich handelt es sich auch um die Nachfolgepartei der SED.

Wahlen

Im Osten erhält die Partei bis zu 25 und mehr Prozent. Überschreitet man die ehemalige Grenze in den Westen, fallen die Prozente drastisch. Im Westen liegen die Stimmenanteile oft nur bei 4% bis 5% in einigen Wahlkreisen.

Glauben ist nicht alles

Ein weiterer deutlicher Unterschied von West zu Ost ist der Anteil der Bevölkerung, der einer Konfession angehört. In den westlichen Bundesländern liegt der Anteil der Bevölkerung, der einer Konfession angehört, oft bei deutlich über 50% – egal ob katholisch oder evangelisch.

Im starken Gegensatz dazu ist der Anteil der Bevölkerung, die keiner Konfession angehört, im Osten der Republik in allen Landkreisen deutlich über 50%, in der Stadt Weimar liegt der Anteil der Konfessionslosen sogar bei 94%.

Religion DDR

Zwar herrschte in der DDR Religionsfreiheit, jedoch probierte die Staatsführung den Einfluss der Kirche einzuschränken und zurückzudrängen. Dies klappte sehr gut über die 40 Jahre, die die DDR bestand. Waren 1949 noch knapp 94% der DDR-Bevölkerung Christen, lag der Anteil 1989 bei nur noch rund 30%.

Bevölkerungszahlen: Abwanderung

Nach dem Mauerfall veränderte sich die Bevölkerungsstruktur in den ehemaligen Gebieten der DDR deutlich, vor allem in den ländlichen Gebieten. Viele junge Menschen verließen ihre Heimatorte und zogen in die westlichen Bundesländer.

Abwanderung

Mittlerweile ist diese Wanderbewegung von Ost nach West gestoppt, aber die ländlichen Regionen sind immer noch relativ dünn besiedelt, was auch im Westen immer mehr zu sehen ist. Die Städte und Ballungsgebiete werden immer beliebter und dort steigt auch die Bevölkerung.

Wohnungsmarkt: Angebots-Nachfrage-Relation

Natürlich haben die steigenden bzw. fallenden Bevölkerungszahlen auch einen Einfluss auf den Wohnungsmarkt. In den ländlichen Regionen der ganzen Republik stagniert die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt, in vielen Gebieten der ehemaligen DDR und in einigen der alten BRD ist die Nachfrage sogar rückläufig.

Berliner Mauer

Ganz anders sieht hingegen die Situation in den Ballungsgebieten aus. In Frankfurt, Köln, Hamburg und München ist der Wohnungsmarkt sehr angespannt. In den Städten der ehemaligen DDR sieht es ähnlich aus. Leipzig, Dresden, Potsdam zeigen einen angespannten bzw. sehr angespannten Wohnungsmarkt. Sehr angespannt ist der Wohnungsmarkt natürlich auch in Berlin. Hier ist die Nachfrage nach Wohnraum extrem angespannt.

Strausberger Platz

In guten Lagen wie am Strausberger Platz lohnt sich der Kauf einer Immobilie sehr, da durch die hohe Nachfrage Miet- und Wertsteigerungen zu erwarten sind.
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