Der Zuckerbäckerstil: Von Moskau in die ganze Welt

Die Bebauung rund um den Strausberger Platz in Berlin ist ein eindrucksvolles Beispiel der DDR-Baukunst aus den 1950er Jahren. Der sogenannte Zuckerbäckerstil ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und steht weltweit für sozialistisch geprägte Architektur. Auch wenn die Gebäude am Strausberger Platz in ihrer Form und Anordnung einzigartig sind – auf der ganzen Welt finden sich weitere Beispiele, die zeigen, dass die Ausbreitung des Baustils, der auch Sozialistischer Klassizismus genannt wurde, nicht an Ländergrenzen gebunden war.

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Interflug und Klappfix: Urlaub in der DDR

Es gibt doch nichts Schöneres, als die Welt zu bereisen, fremde Kulturen kennen zu lernen und in der Sonne zu entspannen…

Für die Einwohner der DDR sah die Urlaubsplanung jedoch ein wenig anders aus; man verbrachte ihn zumeist im eigenen Land oder in einem der sozialistischen Nachbarstaaten. Dabei hatte die DDR sogar eine eigene Fluggesellschaft, die bis nach Kuba, China und Mosambik flog.

Das Haus des Reisens steht noch. Mit seinen 18 Stockwerken und 67 Metern Höhe ist es nach dem Park Inn das höchste Gebäude am Alexanderplatz. Hier hatte das staatliche Reisebüro der DDR seinen Sitz, wo alle Bahn- und Flugreisen innerhalb und außerhalb der DDR gebucht wurden.


Strandkorb. Bildquelle: antjeschade / photocase.de

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Stimmt das eigentlich? 7 Mythen über die DDR

Vor fast 30 Jahren fiel die Mauer. Seitdem ranken sich allerlei Mythen und Vorurteile um den deutschen sozialistischen Staat. Doch wer sich genauer mit der DDR und dem Alltag der Menschen in jenen Jahren beschäftigt, wird bald feststellen, dass nicht alles stimmt, was man sich über die Deutsche Demokratische Republik erzählt. Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Wir bringen Licht ins Dunkeln und räumen auf mit den hartnäckigsten Mythen über die DDR.


Bildquelle: tiefpics – photocase

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Erfindungen der DDR: ein Land voller Ideen

Optimieren, tüfteln, erfinden – die Deutsche Demokratische Republik kann ohne Übertreibung als ein Land der Erfinder bezeichnet werden. Durch Einfallsreichtum und Erfindergeist versuchten Bürger der DDR, nicht nur fehlende Konsumgüter selbst herzustellen, sondern den industriellen und technischen Rückstand zum westlichen Ausland wettzumachen. Unabhängigkeit vom Westen, wirtschaftlicher Aufschwung und ein höherer Komfort im Alltag: Das waren die wichtigsten Gründe für den beachtlichen Innovationswillen in der DDR. Dieser lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Im Jahr des Mauerfalls waren rund 130.000 Patente beim Amt für Erfindungs- und Patentwesen der DDR gemeldet. In der sehr viel größeren Bundesrepublik belief sich die Zahl auf lediglich 70.000.


Bildquelle: mischkaarndti – photocase

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Sport und Unterhaltung für die Massen – im Sport- und Erholungszentrum, SEZ

Es war das erste Spaßbad der DDR und ist ein wahrer Koloss: das 1981 in Ostberlin eröffnete Sport- und Erholungszentrum, kurz SEZ. Einst kreuzte sich an seiner Adresse die Leninallee mit der Dimitroffstraße, heute lauten die Straßennamen Landsberger Allee und Danziger Straße. Sport und Unterhaltung für die Massen sollten im SEZ Platz finden, und die Massen kamen: An Spitzentagen verzeichnete man hier 10.000 Besucher. In den ersten fünf Jahren kamen sagenhafte 16 Millionen. Es darf mit Fug und Recht gesagt werden: Das SEZ war für die Einwohner Ost-Berlins und DDR-Bürger landesweit von ähnlicher Bedeutung wie der Palast der Republik.


Quelle: skitterphoto.com, Unsplash
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