Bel Étage Dinners 2015: Das Auge isst mit

Für alle Hobbyköche, die dieses Jahr an Weihnachten etwas ganz Besonderes versuchen wollen, hat der japanische Gastronom und Chefkoch Shinji Kobayashi einen bodenständigen Tipp: „Mein persönlicher Rat wäre, dass Sie immer frische Zutaten verwenden, die gerade Saison haben. Kochen Sie mit Verstand, aber folgen Sie auch Ihrer Intuition!“

Sein Können beim Kochen konnte Kobayashi bei einem der drei Bel Étage Dinners unter Beweis stellen, die im November in der Central Berlin Bel Étage Suite, dem Show-Apartment am Strausberger Platz, veranstaltet wurden.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

„Es war sehr gemütlich in der Bel Étage Suite. Das gab dem ganzen Event eine heimelige, ver¬traute Atmosphäre – wie auf einer privaten Party mit Freunden“, sagt Shinji Kobayashi und fügt hinzu: „Mir hat es richtig Spaß gemacht, den Gästen meine Kreationen zu servieren.“

Eingeladen waren vor allem Vertreter der Berliner Kreativbranche, darunter Galleristen, Künstler, Creative Directors, Designer, Marketing Directors und Brand Manager, aber auch Kunstsammler.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

Bewirtet wurden die Gäste von drei ausgezeichneten, in der Berliner Restaurantszene bestens bekannten Küchenchefs und Gastronomen, die sich mit ihren Projekten international einen Namen gemacht haben: Dylan Watson, Ramsés Manneck und der bereits genannte Shinji Kobayashi. Jeder Abend stand jeweils unter dem Motto einer der Köche und präsentierte dessen ganz besonderen Stil.

Die traditionelle kanadisch-europäische (Watson), mediterran-französische (Manneck) und japani-sche (Kobayashi) Küche wurde bei diesen Gelegenheiten neu interpretiert und auf inspirierende Weise neu aufgetischt.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

Im Mittelpunkt der Events standen neben den kulinarischen Kreationen vor allem das Ambiente und die historische Umgebung: Am Strausberger Platz in Friedrichshain-Kreuzberg hat sich ein Stück DDR-Geschichte bewahrt, das nicht in Vergessenheit geraten sollte.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

In 16 Gebäuden befinden sich dort Wohnungen, die sich einerseits stark am Stil der DDR orientieren, andererseits aber auch modern und kreativ eingerichtet sind. Sie werden von Central Berlin als limitierte Eigentumswohnungen angeboten.

Die Häuser stammen aus den Blaupausen des berühmten DDR-Architekten Hermann Henselmann, der den in Berlin eher seltenen und sonst nur aus Osteuropa bekannten „Zuckerbäcker-Stil“ mit seinen charakteristisch-opulenten Verzierungen prägte. Sie stehen deshalb auch unter Denkmalschutz und bilden zusammen einen Teil des längsten historischen Baudenkmals in Deutschland.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

Der Strausberger Platz war damals mit seiner Nähe zur Karl-Marx-Allee für DDR-Bürger ein beliebtes Ziel zum Flanieren und für gemütliche Kaffeerunden. Heute ist die Gegend vor allem so beliebt wegen ihrer Nähe zum Mittelpunkt des Berliner Nachtlebens und zur hippen Kunstszene Kreuzbergs.

In der Bel Étage Suite selbst fühlen sich sowohl DDR-Nostalgiker als auch Design-Fans und Kreative wohl. Designer Stephan Schlingen gestaltete die Wohnungen mit sehr viel Liebe zum Detail und mit einem gut durchdachten Konzept – die Einrichtung ist nostalgisch, aber dennoch zeitgemäß und originell. Von historischem Kitsch oder verstaubter Museums-Atmosphäre ist hier keine Spur.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

In den Zimmern der Wohnung stehen neben dem Mobiliar im DDR-Stil auch moderne und antike Kunstobjekte. Zusammen mit ein paar exotischen Prachtstücken, wie beispielsweise einer Lampe in Form einer großen goldenen Palme, vermischt sich das Gesamtbild zu einer ansprechenden und farbenfrohen aber dennoch stilvollen Umgebung. Die Ausstattung ist geprägt von farblichen Kontrasten, die gleichzeitig belebend und beruhigend wirken. Ein Beispiel hierfür ist das Speisezimmer: Das zarte Lachsrosa an der Wand trifft auf Sitzmöbel, die in einem kräftigem, dunklem Rot und Blau gehalten sind. Sie umgeben eine bunt marmorierte, edle Tafel, die wie geschaffen ist für besondere Anlässe. Die Küche selbst ist offen und modern gehalten und fügt sich fließend in das Gestaltungskonzept der gesamten Wohnung ein. Hier findet man alles, was Koch-Herzen höher schlagen lässt.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender

Veranstalter Tobias Tanner sagte zu den Dinner-Veranstaltungen: „Das Ganze hat sehr großen Spaß gemacht. Jeder der drei Abende war auf seine Art faszinierend, und ein einzigartiger Genuss. Ich glaube, dass unsere Gäste durch diese Dinner sowohl für die großen Projekte von Central Berlin als auch für den Strausberger Platz und seine historische Bedeutung ein besseres Verständnis gewonnen haben.“

Die Mischung aus Erlebnisgastronomie und künstlerisch-kreativem Austausch auf den Bel Étage Dinnern schaffte eine inspirierende Atmosphäre für neue Projekt-Ideen und bot eine einzigartige Gelegenheit, von der jeder Beteiligte etwas hatte.

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Quelle: Andreas Alexander Bohlender