Kunst am Bau – Martin Maleschkas Fotografien vom Plattenbau

Die Plattenbauten aus der ehemaligen DDR sind den meisten nur als kantige, graue und nicht attraktive Gebäude bekannt. Die Schönheit von Objekten liegt jedoch meist im Auge des Betrachters und genauso gibt es Menschen, die sich für die Architektur und Besonderheiten der Plattenbauten interessieren. Einer davon ist der Architekt und Fotograf Martin Maleschka, dessen Bilder wir in diesem Artikel vorstellen werden.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Der Fotograf und Architekt
Martin Maleschka ist in der Planstadt Eisenhüttenstadt in einem typischen Plattenbau aufgewachsen. Während seines Architekturstudiums entdeckte er sein Interesse an Plattenbauten im Allgemeinen und der „Kunst am Bau“ im Speziellen. Seitdem streift er durch die Plattenbaugebiete Deutschlands auf der Suche nach alten unsanierten Gebäuden, die er fotografiert und anschließend die Fotos auf seinem Flicker-Account hochlädt. So dokumentiert er existierende und gefährdete DDR-Kunst. Mittlerweile hat er seine Fotografien schon international ausgestellt und gilt als Kenner der DDR-Plattenbaukunst.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Hier sieht man ein Mosaik von einem Kosmonauten an einem Gebäude in Schwedt an der Oder. Die Regierung der DDR verfügte, dass 2 Prozent der Baukosten für Kunst an oder in den Gebäuden verwendet werden sollte. Daher hat fast jedes Gebäude eine kleine Besonderheit zu bieten.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Auch der Strausberger Platz ist für seine spezielle Architektur und den künstlerisch gestalteten Springbrunnen bekannt.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Nicht nur mit Mosaiken, wie hier mit einer Friedenstaube, wurden die Fassaden verschönert, sondern auch aufwendig gestaltete Fensterfronten gehören dazu.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Auch mit künstlerisch gestalteten geometrischen Formen wurden die Gebäude zu einzigartigen Kunstwerken.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka

Gerade die Einzigartigkeit der Kunst ist etwas Besonderes, was zu erhalten gilt. Doch durch Sanierung und Modernisierung sind schon viele dieser Kunstwerke verloren gegangen. Die Fotos von Martin Maleschka dokumentieren die Kunst, bevor sie zerstört wird und konserviert sie so für die Nachwelt.

Martin Maleschka
©Martin Maleschka