Der Zuckerbäckerstil: Von Moskau in die ganze Welt

Die Bebauung rund um den Strausberger Platz in Berlin ist ein eindrucksvolles Beispiel der DDR-Baukunst aus den 1950er Jahren. Der sogenannte Zuckerbäckerstil ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und steht weltweit für sozialistisch geprägte Architektur. Auch wenn die Gebäude am Strausberger Platz in ihrer Form und Anordnung einzigartig sind – auf der ganzen Welt finden sich weitere Beispiele, die zeigen, dass die Ausbreitung des Baustils, der auch Sozialistischer Klassizismus genannt wurde, nicht an Ländergrenzen gebunden war.

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Das Hochhaus an der Weberwiese – das erste Werk der Zuckerbäcker

Berlin. Wir schreiben das Jahr 1951. Ob man sich nun in Ost oder West umschaut, das Stadtbild gleicht noch immer dem zahnlosen Mund einer alten Frau. Wiederaufbau ist das Thema der Stunde, aber welche Gestalt er annehmen soll, ist auf beiden Seiten der Stadt unklar. Die DDR-Staatsführung wünscht sich ein Hochhaus an der Weberwiese. Neun Stockwerke moderner Wohnkomfort sollen dort entstehen. Das Bauvorhaben „steht politisch für den Aufbauwillen, den sozialistischen Zukunftswillen der jungen DDR. Hier wollte man einen eigenen architektonischen Stil demonstrieren“, erklärt Kunsthistoriker Peter Müller 2015 in einer RBB-Dokumentation der Karl-Marx-Allee. Doch dieser Stil will erst gefunden werden.

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