Volkspark Friedrichshain: Die grüne Oase am Straußberger Platz

Beton, Asphalt, graue Fassaden – leider der Alltag in so mancher Großstadt. In Berlin ist das anders. Hier gibt es in jedem Bezirk kleine Parks und Grünflächen, die zu Sport und Entspannung einladen. Einer der bekanntesten und geschichtsträchtigsten ist der Volkspark Friedrichshain. Nach einem Spaziergang von nur wenigen 100 Metern vom Strausberger Platz Richtung Norden verschwindet der Lärm der Stadt und der Großstädter taucht ein in das Friedrichshainer Erholungsparadies.

Märchenbrunnen - Central Berlin
Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain – Rotkäppchen, Quelle: Shutterstock – Sergey Kelin

Entstehungsgeschichte

Der Volkspark Friedrichshain wurde nach zweijähriger Bauzeit im Jahr 1848 fertiggestellt. Er ist der erste kommunale Park, also ein wirklicher Volkspark, der nicht vom Königshaus oder Adel gebaut wurde, sondern von der Stadt Berlin. Er wurde nach Plänen und Vorschlägen von Peter Joseph Lenné gestaltet. Eigentlicher Architekt war aber Gustav Meyer, ein ehemaliger Schüler Lennés. Im Laufe der Zeit hat sich der Park natürlich stetig entwickelt. Gerade der zweite Weltkrieg hat den Park stark verändert.

Der Park heute – Ein Rundgang

Wer heute vom Strausberger Platz in den Park geht, hat verschiedene Möglichkeiten, um etwas Abstand von der Stadt zu bekommen. Von der Friedenstraße aus geht es in den Volkspark Friedrichshain. Dort befindet sich als erstes ein kleines Häuschen mit Reetdach. Das ist der „Pavillon“, der tagsüber mit seinem schönen Biergarten und am Abend mit verschiedenen Musikveranstaltungen lockt.

Unterhaltung und Sport

Von dort aus lässt es sich weiter durch den Park in Richtung Freilichtbühne schlendern. Hier befindet sich im Sommer das radioeins Freiluftkino, mit 1500 Plätzen eines der größten Sommerkinos Berlins. Hier werden den ganzen Sommer über verschiedene aktuelle Filme und Filme der letzten Saison gezeigt.

Einige Meter weiter grenzt der Park an das Klinikum Friedrichshain. Dahinter führt der Weg weiter in den sogenannten „Neuen Friedrichshain“ mit dem „Hippodrom“. Das Hippodrom besteht aus einer stadionartigen Lauf- bzw. Skatestrecke mit einer Länge von 820 Metern und im Zentrum, in einer Senke, befinden sich Sandflächen, die zum Volleyballspielen einladen. Dieser Teil des Parks ist sehr beliebt, um am Wochenende Sport zu treiben oder mit Freunden ein kleines Grillfest zu feiern.

Berlin ist vielleicht nicht bekannt für sein alpines Sportangebot, im Volkspark können jedoch die Kletterfertigkeiten an einem Kletterfelsen getestet werden. Es geht zwar nicht hoch hinaus, jedoch kommen Kletterbegeisterte beim Bouldern ordentlichen ins Schwitzen und der Muskelkater ist garantiert.

Der Park ist auch für seinen Rodelberg bekannt. Hier können Schlitten-Fans im Winter bei Schnee eine gute Abfahrt genießen und mit den Berlinern um die Wette rodeln.

Märchenbrunnen und Restaurant Schoenbrunn

Nach dem sportlichen Teil wird es Zeit für eine Stärkung, die es im Restaurant Schoenbrunn gibt. Hier gibt es wie im „Pavillon“ einen schönen Biergarten, der im Sommer zu einer Erfrischung einlädt.
Von dort aus ist es nicht weit zum Märchenbrunnen, wo die Runde durch den Volkspark Friedrichshain ihr Ende findet. Wie der Name schon sagt, sind verschiedene Märchenfiguren Teil des Brunnens, unter anderem die Klassiker Dornröschen und Schneewittchen.

Märchenbrunnen Volkspark Friedrichshain - Central Berlin
Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain, Quelle: Shutterstock – Sergey Kelin